Speicher 7

Glossar

ASCII (American Standard Code for Information Interchange) Eine Methode, Text als Binärwerte zu codieren. Das ASCII-System benötigt ungefähr 256 Kombinationen aus 8-Bit Binärzahlen, um jeden möglichen Tastenanschlag auf der Tastatur zu unterstützen.
Auffrischen (Refresh) Ein Prozeß, der den Zweck hat, die im DRAM-Speicher befindlichen Daten zu erhalten. Das Auffrischen oder Regenerieren der Zellen einer DRAM-Komponente ist dem Aufladen von Batterien ähnlich. Unterschiedliche DRAM-Komponenten verwenden unterschiedliche Auffrischmethoden.
Auffrischrate (Refresh Rate) Eine Spezifikation, die durch die Anzahl der Reihen auf einer DRAM-Komponente, die aufgefrischt werden müssen, bestimmt wird. Zwei übliche Auffrischraten sind 2K und 4K.
Bankschema Eine Methode, Speicherkonfigurationen in Diagrammform darzustellen. Das Bankschemasystem besteht aus Zeilen und Spalten, die die Speichersockel des Systems repräsentieren: Die Zeilen stellen unabhängige Stecksockel und die Spalten die Speicherbänke mit Stecksockeln dar.
Binärsystem Eine Methode, zahlen als Reihe von Bit darzustellen. Das Binärsystem, auch Basis 2 genannt, verwendet Kombinationen aus zwei Ziffern: 1 und 0.
Bit Die kleinste Informationseinheit, die ein Computer verarbeitet. Ein Bit kann den Wert 1 oder 0 annehmen.
Buszyklus Eine einzelne Transaktion zwischen dem Systemspeicher und der CPU.
Byte Eine Informationseinheit, die aus 8 Bit besteht. Das Byte ist die fundamentale Verarbeitungseinheit des Computers. Fast alle Aspekte des Leistungsspektrums und der Spezifikationen eines Computers werden in Byte, KiloByte oder MegaByte angegeben.
Cache-Speicher Auch Cache-RAM genannt; eine kleine Speichereinheit mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit, die sich zwischen der CPU und dem DRAM-Speicher des Systems befindet. Aufgabe des Cache-Speichers ist es, den Prozessor mit den am häufigsten verwendeten Anweisungen und Daten zu versorgen. Der Cache- Speicher kann bis zu fünfmal schneller als der DRAM-Speicher des Systems sein.
Composite-Modul Ein Begriff, der von Apple Computer, Inc. geprägt wurde und Speichermodule beschreibt, die die ältere 4-MBit-Technologie verwenden. Bei einer bestimmten Kapazität verwendet ein Composite-Modul mehr Chips als ein Noncomposite-Modul.
CPU (Central Processing Unit = Zentraleinheit) Der Chip in einem Computer, der für das Interpretieren von Befehlen und Ausführen von Programmen verantwortlich ist. Die CPU ist die wichtigste Komponente eines Computersystems.
DIMM (Dual In-Line Memory Module) Eine Schaltkreisplatine mit aus Gold oder Zinn/Blei bestehenden Kontakten und Speichereinheiten. DIMM- und SIMM-Module sind sehr ähnlich; der Hauptunterschied ist folgender: Die Metallstifte auf jeder Seite des SIMM-Moduls sind "miteinander verbunden" und bilden einen Kontakt. Die gegenüberliegenden Metallstifte eines DIMM-Moduls sind dagegen unabhängig und bilden zwei Kontakte.
DIP (Dual In-Line Package) Eine der Formen, DRAM-Komponenten zu packen. DIPs können entweder in Stecksockeln installiert oder permanent in Öffnungen auf der Systemplatine festgelötet werden. DIPs waren besonders populär, als es noch üblich war, Speicherchips direkt auf der Systemplatine des Computers zu installieren.
DRAM (Dynamic Random Access Memory = dynamischer Direktzugriffsspeicher) Die am häufigsten verwendete Form des Systemspeichers. Der DRAM-Speicher kann für eine kurze Zeit eine Ladung (d.h. Daten) aufnehmen. Um die Daten zu erhalten, muß der DRAM von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden. Wenn die Zelle nicht regeneriert wird, gehen die Daten verloren.
ECC (Error Correction Code = Fehlerkorrekturcode) Eine Methode, die Integrität der Daten im RAM zu prüfen. ECC ist eine komplexere Fehlerbestimmungsmethode als die Paritätsprüfung. ECC kann Mehr-Bit-Fehler feststellen sowie Einzel-Bit-Fehler erkennen und korrigieren. ECC verwendet normalerweise drei zusätzliche Bit pro Datenbyte (im Vergleich zu einem zusätzlichen Bit für die Parität).
EDO-Speicher (Extended Data Output memory) Eine Form der DRAM-Technologie, die den Lesezyklus zwischen Speicher und CPU verkürzt. Auf Computern mit EDO-Speicher kann die CPU 10-15% schneller auf den Speicher zugreifen als bei Verwendung vergleichbarer Chips, die den schnellen Seitenmodus nutzen.
EOS (ECC on SIMM) Eine von IBM entwickelte Technologie zur Überprüfung der Datenintegrität, bei der die ECC- Datenintegritätsprüfung in ein SIMM-Modul integriert ist.
Gerade Parität Eine Methode, die Integrität der Daten zu überprüfen, bei der das Paritätsbit das Vorhandensein einer geraden Anzahl von Einsen überprüft.
Gigabit Ungefähr 1 Milliarde Bit: 1 Bit & 1.024? (d.h. 1.073.741.824 Bit)
Gigabyte Ungefähr 1 Milliarde Byte: 1 Byte & 1.024? (d.h. 1.073.741.824 Byte)
IC (Integrated Circuit = Integrierter Schaltkreis) Ein elektronischer Schaltkreis aus Komponenten und Anschlüssen auf einem Halbleiter-Chip, der in der Regel über eine Plastik- bzw. Keramikhülle mit externen Anschlußstiften verfügt.
Kilobit Ungefähr eintausend Bit: 1 Bit & 210 (d.h. 1.024 Bit)
Kilobyte Ungefähr eintausend Byte: 1 Byte & 210 (d.h. 1.024 Byte)
Megabit Ungefähr eine Million Bit: 1 Bit & 1.024? (d.h. 1.048.576 Bit)
Megabyte Ungefähr eine Million Byte: 1 Byte & 1.024? (d.h. 1.048.576 Byte)
Nanosekunde (ns) Ein Milliardstel einer Sekunde. Zugriffe auf Speicherdaten werden in Nanosekunden gemessen. Die Speicherzugriffszeit für typische 30- und 72polige SIMM-Module beträgt z.B. zwischen 60 und 100 Nanosekunden.
Noncomposite-Modul Ein Begriff, der von Apple Computer, Inc. geprägt wurde und Speichermodule beschreibt, die die 16-MBit-Technologie verwenden. Bei einer bestimmten Kapazität verwendet ein Noncomposite-Modul weniger Chips als ein Composite-Modul.
Parität Eine Methode zum Überprüfen der Datenintegrität, bei der jedem Datenbyte ein zusätzliches Bit hinzugefügt wird. Das Paritätsbit hat die Funktion, Fehler in den anderen 8 Bit festzustellen.
PCB (Printed Circuit Board = Schaltkreisplatine) Eine Komponente aus Schichten von Kupfer oder Fiberglas. Die auf der Oberfläche der PCB befindlichen Kupferleitungen oder "Spuren" stellen elektrische Verbindungen für Chips und andere Komponenten bereit, die auf der Oberfläche der Schaltkreisplatine angebracht werden (z. B. Steuerplatine, SIMM-Module, Speicherkarten in Kreditkartenformat usw).
PCMCIA-Standard (Personal Computer Memory Card International Association = Industrieverband für die Normung und Verbreitung von Speicherkarten) Ein Standard, der die Austauschbarkeit unterschiedlicher Speicherkomponenten am selben Anschluß unterstützt. Dieser Standard ist für die Unterstützung von Ein-/Ausgabegeräten (einschließlich Speicher-, Fax/Modem-, SCSI- und Netzwerkprodukten) konzipiert.
RAM (Random Access Memory = Direktzugriffsspeicher, Arbeitsspeicher) Eine Konfiguration von Speicherzellen, die Daten für die Verarbeitung durch die CPU (Zentraleinheit) eines Computers aufnimmt (siehe auch: Speicher). Da der RAM-Speicher wahlfreien Zugriff gewährt, kann die CPU von jeder beliebigen Position oder Adresse innerhalb des RAM-Speichers Daten abrufen.
Selbstauffrischung (Self Refresh) Eine Speichertechnologie, dank derer der DRAM-Speicher sich selbst regenerieren kann - unabhängig von der CPU oder einer externen Auffrischschaltlogik. Diese Technologie ist direkt in den DRAM-Chip integriert und bewirkt eine drastische Verrringerung des Energieverbrauchs. Insbesondere Notebook- und Laptop-Computer nutzen diese Technologie.
Schaltkreisplatine (siehe Steuerplatine)
Schneller Seitenmodus (Fast-page Mode) Ein übliches Schema für den Zugriff auf DRAM-Daten. Der Zugriff auf den DRAM erfolgt in etwa wie das Suchen von Informationen in einem Buch. Zunächst wird eine bestimmte Seite ermittelt und anschließend die gewünschte Information auf dieser Seite ausgewählt. Beim schnellen Seitenmodus benötigt die CPU für den Zugriff auf neue Daten die Hälfte der normalen Zugriffszeit, vorausgesetzt diese befinden sich auf derselben Seite wie die vorherige Anforderung.
SIMM (Single In-line Memory Module) Eine Schaltkreisplatine mit Kontakten aus Gold oder Zinn/Blei und Speicherkomponenten. Ein SIMM-Modul wird in die Speichererweiterungssockel des Computers eingesteckt. SIMMs bieten zwei Vorteile: mühelose Installation und minimalen Platzbedarf. Ein vertikal installiertes SIMM-Modul nimmt nur einen Bruchteil des Platzes in Anspruch, den ein horizontal installiertes DRAM-Modul benötigt. Ein SIMM kann mit 30 bis hin zu 200 Stiften bestückt sein. Die gegenüberliegenden Stifte auf jeder Seite der Platine sind "miteinander verbunden" und bilden einen Kontakt.
SIMM-Sockel Eine Komponente, die auf der Systemplatine oder Steuerplatine angebracht ist und ein einzelnes SIMM-Modul aufnehmen kann.
SO DIMM (Small Outline Dual In-line Memory Module) Eine erweiterte Version eines standardmäßigen DIMM-Moduls. Ein SO SIMM ist in etwa halb so lang wie ein typisches 72poliges SIMM-Modul.
SOJ (Small Outline J-lead) Eine häufig verwendete Art eines DRAM-Pakets, ein rechteckiges Paket mit J-förmigen Führungen auf beiden Seiten der Einheit.
Speichermedium (Storage) Ein Datenträger, auf dem Daten gespeichert werden (z. B. eine Festplatte oder CD-ROM).
Speicher (Memory, auch: Hauptspeicher oder Arbeitsspeicher) Der Begriff wird häufig verwendet, wenn der RAM-Speicher (Random Access Memory = Direktzugriffsspeicher) des Systems gemeint ist. Darüber hinaus wird der Begriff auch für alle Arten elektronischer Datenträger (siehe Speichermedium) verwendet. Der Speicher des Computersystems ist für dessen Betrieb von entscheidender Bedeutung: Ohne Speicher könnte ein Computer keine Programme lesen oder Daten aufnehmen. Die Daten werden elektronisch in Speicherzellen geladen, die in den Chips enthalten sind. Die zwei häufigsten Arten von Speicherchips sind DRAM- und SRAM-Chips.
Speicherbank Eine logische Speichereinheit in einem Computer, deren Größe durch die CPU bestimmt wird. Beispielsweise erfordert eine 32-Bit-CPU Speicherbänke, die jeweils 32 Bit mit Informationen liefern. In diesem Fall könnte eine Speicherbank aus vier 30poligen SIMMs (die zusammen 32 Datenbit pro Zyklus liefern) oder einem 72poligen SIMM (das allein 32 Datenbit pro Zyklus liefert) bestehen.
Speicherkarte in
Kreditkartenformat
Eine Speicherart, die in der Regel in Laptop- und Notebook-Computern verwendet wird. Speicherkarten dieser Art sind äußerst kompakt und klein und tragen ihren Namen aufgrund ihrer Ausmaße, die denen einer Kreditkarte entsprechen.
Speichersteuereinheit (Memory Controller) Die Schnittstelle zwischen dem Systemspeicher und der CPU. Die Speichersteuereinheit besteht in der Regel aus einer speziellen Schaltlogik - normalerweise einem Mikroprozessor - innerhalb eines Computersystems, die die Anforderungen der CPU interpretiert, um Datenpositionen oder Adressen im Speicher zu ermitteln.
Spezifischer Speicher Speicherkomponenten, die für einen bestimmten Hersteller angepaßt wurden.
Steuerplatine Auch Schaltkreisplatine, Systemplatine oder Hauptplatine genannt. Die Steuerplatine ist die zentrale Leiterplatte eines Computers, die in der Regel die CPU, Speicherkomponenten und E/A-Funktionen umfaßt bzw. über Erweiterungssteckplätze zum Anschluß von Komponenten verfügt.
Synchroner DRAM Eine DRAM-Technologie, die einen Taktgeber verwendet, um die Signalein- und ausgabe auf einem Speicherchip zu synchronisieren. Der Taktgeber ist mit dem CPU-Taktgeber koordiniert, so daß der Zeitablauf der Speicherchips und der Zeitablauf der CPU synchronisiert sind. Synchroner DRAM erzielt eine Zeitersparnis beim Ausführen von Befehlen und Übertragen von Daten, wodurch die Gesamtleistung des Computers optimiert wird.
Systemplatine (siehe Steuerplatine)
TSOP (Thin Small Outline Package) Eine DRAM-Paketart, die an beiden Seiten mit Führungen ausgestattet ist. Die Form dieser Führungen erinnert an die Form von Möwenflügeln. Ein TSOP DRAM wird direkt auf der Oberfläche der Schaltkreisplatine angebracht. Der Vorteil des TSOP-Pakets besteht darin, daß es nur ein Drittel der Ausmaße eines SOJ-Pakets hat. TSOP-Komponenten werden häufig für SO DIMMs und Speicherkarten in Kreditkartenformat verwendet.
Ungerade Parität Eine Methode, die Integrität der Daten zu überprüfen, bei der das Paritätsbit das Vorhandensein einer ungeraden Anzahl von Einsen überprüft.