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RADIUS
(AA 1999) "Remote Authentication Dial In User Service" (RFC #2058), ist ein Authentifizierungsprotokoll, das eine zentrale Verwaltung von Autorisierungs- und Accoutingdaten gestattet. Ursprünglich wurde es von Lucent Technologies entwickelt und 1996 von der IETF Working Group for RADIUS standardisiert.
RAID
(2000) Redundant Array of Independent Disks -- "Informationssichernder Satz unabhängiger Platten". Durch Zusammenschaltung mehrerer Festplatten über spezielle Festplattencontroller (meistens SCSI) erzielen RAID-Systeme einen höheren Datendurchsatz und/oder eine höhere Ausfallsicherheit als es durch einzelne Festplatten möglich wäre. Es gibt verschiedene RAID-Arten, die "Level" genannt werden. Die gängigsten sind die Level 0,1 und 5.
bulletRAID Level 0: mehrere Platten (üblicherweise zwei) werden so parallel geschaltet, dass sie sich beim kontinuierlichen Lesen und Schreiben von Datenmengen abwechseln. Diese "Striping" genannte Technik kann zum Beispiel dazu genutzt werden, dass während des Lesens einer Datenspur der Kopf der zweiten Platte schon auf der neuen Spur positioniert wird. Nachteil: Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird ungefähr verdoppelt. Bei Ausfall einer Festplatte sind zudem alle Daten des RAID-Systems verloren. RAID Level 0 wird nur dort eingesetzt, wo für lokale Aufgaben extreme Datenmengen in kürzester Zeit verarbeitet werden müssen.
bulletRAID Level 1: mehrere Platten (üblicherweise zwei oder drei) erhalten exakt dieselben Informationen ("Mirroring"). Fällt eine Platte aus, kann sie (im laufenden Rechner) ausgetauscht werden, während die verbliebenen Platten weiterarbeiten. Nach dem Anmelden der neuen Platte wird diese vom RAID-Controller sofort mit den aktuellen Daten versorgt. Die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls aller Platten ist sehr klein und liegt im Rahmen üblicher Katastrophen wie Brand, Wassereinbruch, Klimaanlagenausfall oder einer Putzfrau, die eine Steckdose für ihren Staubsauger freimacht. RAID Level 1 ist ein Pflichtbestandteil wichtiger Server. Nachteil: Die Festplattenkosten pro Datenmenge vervielfachen sich.
bulletRAID Level 5: Eine Kombination der beiden vorigen Level. Bei Systemen mit drei oder mehr Platten kann man die Redundanzinformationen so auf den einzelnen Platten verteilen, daß sich die Daten einer ausgefallenen Festplatte aus den auf den anderen Platten abgelegten Informationen rekonstruieren lassen ("Parity Striping"). Bei n gleichgroßen Einzelplatten ergibt sich eine Gesamtkapazität vom n-1-fachen einer einzelnen Festplatte.
RAM
(1993) Random Access Memory, Speicher mit wahlfreiem Zugriff. Ein Speicher, auf den beliebig schreibend und lesend zugegriffen werden kann. Gegensatz dazu ist das ROM. Disketten und Festplatten werden übrigens trotz des (relativ) wahlfreien Zugriffs nicht als RAM bezeichnet.
Rastergrafik
(1993) Eine Grafik, in der einzelne Pixel (Bildpunkte) in einem Raster aus Spalten und Zeilen angeordnet sind. Gegensatz ist die Vektorgrafik.
Rekursion
Wenn Sie noch nicht begriffen haben, was Rekursion ist, dann bitten Sie einfach jemanden, sich diesen Satz durchzulesen und Ihnen zu erklären, was Rekursion ist!
retail
(1999) Auslieferungsform von PC-Hardware. Als "retail" gekennzeichnete Geräte sind in der Regel für Endverbraucher bestimmt und werden mit Verkaufsverpackung, Handbuch und Treibersoftware ausgeliefert. Hersteller und Werkstätten greifen in der Regel auf die kostengünstigere und weniger Verpackungsabfall verursachende Bulk-Version zurück (siehe auch OEM).
ROM
(1999) Read Only Memory, Speicher, der ohne besondere Geräte nur gelesen werden kann. In Ihrem Rechner befindet sich in den ROM-Bausteinen ein Programm, welches den Rechner startet und das Betriebssystem von Diskette oder Festplatte lädt. Dieses Programm, das sogenannte BIOS, sollte aus Sicherheitsgründen nur durch Austausch der ROM-Bausteine geändert werden können. Außer dem Startprogramm sind auch das Aussehen der Bildschirmzeichen und einige Tabellen zur Gerätekonfiguration im BIOS-ROM Ihres PC gespeichert. Früher wurden ROMs ausschließlich so hergestellt, daß spezielle Chips bei der Fertigung bereits so geätzt wurden, daß sie einen bestimmten Inhalt erhielten. Später entstanden weitere ROM-Varianten:
bulletPROM (programmable ROMS, bei denen der Inhalt durch elektrische Signale "eingebrannt" wird),
bulletEPROM (erasable programmable ROMs, durch UV-Licht wird der Inhalt wieder gelöscht),
bulletEEPROM (electric erasable programmable ROMs, durch elektrische Signale wird der Inhalt wieder gelöscht).

Die heute bei BIOS-Bausteinen beliebten Flash-ROMs können auch den EEPROMS zugeordnet werden. Da sie bei den meisten PCs ohne weitere Sicherheitsmechanismen überschrieben werden können, sind sie ein beliebtes Opfer für destruktive Viren wie den CIH-Virus.
Siehe auch CD-ROM

ROTFL
(1998) Mailabkürzung: "Rolling on the floor laughing" -- "Lachend auf dem Boden kringelnd", Ausdruck, daß man gerade etwas sehr lustiges gelesen hat. Steigerungsformen: ROTFLBTC "...biting the carpet" -- "...in den Teppich beißend" und ROTFLBTCSTC "...scaring the cat" -- "...die Katze verletzend"
RTFM
(1998) Mailabkürzung: "Read the fucking manual" -- "Lies das gottverdammte Handbuch!", Ausdruck, daß der Angesprochene gerade eine reichlich dumme Frage gestellt hat, die annehmen läßt, daß er lieber andere mit Fragen nervt, als sich selbst in ein Thema einzuarbeiten (zum Beispiel: "Wo ist beim Opel Senator eigentlich der dritte Gang?" oder "Wie ändere ich das eklige blaugrün meines Windows-Desktops?")

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