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DAU
(1998) Softwareentwickler müssen bei der Programmierung einen ausgewogenen Kompromiß zwischen Leistungsfähigkeit und sicherer Bedienung finden. Je mächtiger ein Programm ist, desto anfälliger wird es in der Regel für Fehlbedienung. Um das Programm nicht durch übermäßige Sicherheitsmechanismen lahmzulegen, definiert man einen Grenzwert dessen, was man vom Anwender ("User") erwartet. Dieser Grenzwert wird als DAU bezeichnet - der "dümmste anzunehmende User". Einen Anwender, dem es allen Sicherheitsmechanismen zum Trotz durch außergewöhnlich idiotische Fehlbedienungen gelingt, Schäden anzurichten, bezeichnet man als Super-DAU. externer Link Beispiele.
Desktop Publishing
(2000) Siehe DTP.
DHCP
(2000) Das Dynamic Host Configuration Protocol erlaubt es Netzwerkverwaltern, die Internetprotokolladressen (IP Adressen) in einem Firmennetzwerk zentral und automatisch zu vergeben. Jeder angeschlossene Computer erhält über DHCP eine für die Internetprotokolle TCP/IP notwendige eindeutige IP Adresse. Ohne DHCP müsste diese Adresse bei jedem Rechner von Hand eingegeben werden. Bei Einwählzugängen mit oft tausenden potentiellen Nutzern erfolgt die IP-Adressenvergabe nahezu ausschließlich über DHCP.
Digital Research
(1993) Amerikanische Softwarefirma (heute Novell). DR entwickelte in den siebziger Jahren mit CP/M das erste weitverbreitete Betriebssystem für Microcomputer. Heute vor allem durch das MS-DOS-Konkurrenzprodukt DR-DOS und die grafische Benutzeroberfläche GEM bekannt.
Dithering
(1993) Rastertechnik, um Graustufengrafiken mit monochromen Medien wiederzugeben oder eine große Anzahl von Farben ohne Mischung mit nur wenigen Grundfarben darzustellen. Eine bemerkenswerte Variante dieser Rastertechnik ist das Floyd-Steinberg-Dithering, in welchem Helligkeiten durch den Abstand von Punkten auf einer Fläche wiedergegeben werden, ohne daß diese Punkte in einem festen Raster liegen. Dadurch entsteht eine fast unbegrenzte Anzahl von möglichen Helligkeitsabstufungen.
DIZ
(1998) Allen besseren Sharewareprogrammen liegt eine kurze ASCII-Datei namens FILE_ID.DIZ bei, die in knappen Worten Sinn und Funktion des Programms beschreibt. Das Programm und seine Begleitdateien sind üblicherweise in einem ZIP-Archiv enthalten. DIZ ist die Abkürzung für "Description in ZIP".
Dongle
(1998) Hardlock, "Kopierschutzstecker". Gebräuchliche Methode von Softwareanbietern, sich unbeliebt (alle) oder lächerlich (Ribcon 13) zu machen. Durch Dongles wird erreicht, daß eine Programmkopie erst dann arbeitet, wenn man unter den Schreibtisch gekrochen ist, den Druckerstecker abgezogen hat, den Dongle aufgesteckt hat, den Drucker wieder einstecken wollte, feststellte, daß das nicht geht, weil man den Dongle erst festschrauben muß, wieder unter dem Schreibtisch hervorgekrochen ist, einen Schraubenzieher geholt hat, den Dongle festgeschraubt und den Drucker wieder aufgesteckt hat. Wenn man Glück hat, funktioniert der Drucker anschließend noch. Wenn man Pech hat, muß man den Dongle zum Drucken eben wieder mal schnell abnehmen. Wenn man großes Pech hat, hat man gerade RIB-Software installiert, die eine 20-stellige großschreibungsempfindliche ("case sensitive") Schlüsselzeile wie zum Beispiel "2gq6zG8250OopL23I1l4" eingegeben haben will, damit sicher verhindert wird, daß der Ribcon-13-Dongle von Rechner A, von dem man ihn zum Drucken abgeschraubt hat, versehentlich an Rechner B angeschraubt wird, der ja schließlich einen Ribcon-13-Dongle mit der Schlüsselzeile "gE267Okli2Gm8Q2Hdq05" zu haben hat!
DOS
(1993) "Disk Operating System" - Ein Betriebssystem, welches von einem Datenträger in den Rechner geladen wird.
DOS-Text-Format (1993)
Synonym für das IBM-ASCII-Textformat PC-8 mit 256 Zeichen einschließlich Umlauten, Rähmchen und Sonderzeichen.
Download
(1993) Die Übertragung von Daten aus einem anderen Rechner auf den eigenen.
DPI
(1998) Dots per Inch, Punkte pro Zoll. Die DPI-Zahl gibt die Auflösung eines grafischen Ein- oder Ausgabegerätes an. Ein Drucker oder Scanner mit einer Auflösung von 300 DPI hat einen Bildelementeabstand von 25,4/300=0,085 mm.
Bei Scannern ist derzeit noch eine üble Form der Kundentäuschung zulässig, indem mit einer "interpolierten" Auflösung geworben wird. Das ist ein Phantasiewert, der keine (null!) Aussagekraft hat. Interpolieren bedeutet, zwischen zwei gemessen Werten einen weiteren Punkt einzufügen, der einfach nur den Mittelwert aus den beiden anderen Werten darstellt. Dadurch wird keine weitere Information erzeugt, sondern nur der Speicherplatzbedarf unsinnig vergrößert.
DrawPerfect
(1993) Grafikprogramm, mit welchem zu WordPerfect 5.1 kompatible Vektorgrafiken und Mischgrafiken erstellt werden können.
3D-Masche
(1993) Eine n×n-Matrix aus Koordinatentripeln, die ein räumliches Netz definiert. 3D-Maschen werden in AutoCAD seit der Version 10.0 zur Modellierung von dreidimensionalen Körpern verwendet.
3D-Studio
(1993) Das Programm 3D-Studio von AutoDesk erzeugt aus dreidimensionalen Konstruktionsdaten fotorealistische Animationen. In AutoCAD konstruierte Objekte können mit Eigenschaften wie Oberflächentextur, Reflexionsgrad und Transparenz versehen werden.
DSL
(UF 1999) Digital Subscriber Line -- Nutzung digitaler Techniken auf einer für analoge Signale genutzten Kupferleitung. Für Entfernungen bis 4 km.
DTP
(2000) Desktop Publishing -- "Schreibtischpublizieren". Euphemismus für den Verlust von Setzer, Lektor und Layouter und/oder Fachautor im Presse- und Verlagswesen. Inhalt, Satz und Layout werden stattdessen durch eine einzige Person erledigt -- mit entsprechend grausamenen Resultaten für das Aussehen und/oder den fachlichen Inhalt und/oder die didaktische Verwendbarkeit einer Publikation. Im schlimmsten Fall greift ein Computerprogramm "korrigierend" ein, was bei der Verwendung von WordPerfect zum Einsatz von Fünfwortsätzen führt, weil die Grammatikprüfung Sätze wie diesen nicht durchblickt und als "zu lang" anmeckert, oder es entwickelt sich eine Rechtschreibreform, die Komposita als unerwünscht brandmarkt, weil (oder schimmert da nur wieder meine Anti-MS-Paranoia durch?) die Rechtschreibkontrolle von Windword, der Trotz ihrer Vorliebe für renitent an den oberen Seitenrand fluppenden Grafiken und ihrer Mängel in der Behandlung langer, insbesondere wissenschaftlicher, Texte von den Autoren der RSR bevorzugten Textverarbeitung, nicht mit ihnen umgehen kann (oder gibt es noch einen anderen Grund für diese vorsätzlich herbeigeführte Sprachverarmung?). Jeder gesunde Lektor hätte den letzten Satz übrigens ebenfalls zu verhindern gewußt, aber im WWW glaubt ja bekanntlich jeder Homepage-Autor, seine Geistesprodukte sofort und ungeprüft publizieren zu müssen. Das hamsejetzdavon... ;->
Dualsystem
(1993) Siehe Dualzahl. Nicht zu verwechseln mit dem Dualen System, einer deutschen Öko-GmbH, welche derzeit alle umweltschädlichen Einwegverpackungen mit giftgrünen Warnaufklebern kennzeichnet.
Dualzahl
(1993) Digitalcomputer behandeln die Daten, die sie verarbeiten, als elektrische Spannungswerte. Da hierbei nur zwei sinnvolle Möglichkeiten zur Speicherung einer Informationseinheit bestehen (Spannung oder keine Spannung), muß jede eingegebene Zahl ins Dualsystem umgewandelt werden, um von einem Computer verarbeitet zu werden. Eine gültige Dualzahl ist beispielsweise 00101010; die ganz rechte Stelle hat den Wert eins, nach links verdoppelt sich jeweils der Stellenwert. Stellen wir uns nun die Frage, wie diese Dualzahl im Dezimalsystem dargestellt wird, wo sich der Stellenwert nach links jeweils verzehnfacht, so lautet die Antwort 42 (0×1 + 1×2 + 0×4 + 1×8 + 0×16 + 1×32).
DXF
(1998) Drawing exchange format. Von der Firma Autodesk definiertes ASCII-Textformat zum Austausch von Zeichnungsdaten. Sehr eng an das Zeichnungsdateiformat von AutoCAD angelehnt.

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