Reisebericht
 
Alle Ereignisse sind wirklich passiert. Auch die eigenen Fehler.
Teil 1
Die Kanalfahrt ( Düsseldorf Travemünde ) Oder Die Motorbootfahrer
Der Mast ist gelegt, das Schiff in technisch gutem Zustand ,die Reise ist anständig geplant und es kann losgehen.
An einem Montagmorgen im Juni um 7.00 Uhr fahre ich bei Rheinkilometer 754 los. Da die Reise nicht das erste mal gefahren wird habe ich keine Be-
denken und bin in Hochstimmung. Nach c.a. 40 Kilometer Stromab geht's in Duisburg in den Hafenkanal. Da es von hier nur noch 2 km bis zur Schleuse
Meiderich ( 190 m x 12m  Hubhöhe c.a. 6m ) sind schalte ich auf Funkkanal 82 und melde mich an. Es sollte 15 min dauern und ich war zufrieden.
An der Schleuse angekommen sehe ich ein Motorboot ( 14 m ) welches dort liegt . Ich gehe längsseits. Der Skipper klagt sein Leid " Er liegt schon
seit Stunden hier " . Auf meine Frage nach seiner Anmeldung bei der Schleuse erhielt ich die Antwort " Wie Anmeldung ".
Beim Einfahren in die Schleuse sitzt der Skipper auf seinem Fahrstand und die an Bord befindliche Dame probierte die Leinen zu händeln. Es endete sehr
lautstark unter Tränen             Diese Schleuse wurde geschafft und es ging weiter auf den Rhein-Herne-Kanal
mit weiteren 4 Schleusen. Der Skipper unterhielt sich mit mir über mein  Reiseziel und fragte ob ich für ihn die Anmeldungen usw. erledigen könnte, er
hätte keine Unterlagen über das Kanalnetz An der nächsten Schleuse lagen 4 weitere Motorboote.
( Mir schwarnt fürchterliches ) In den Kammern der nächsten Schleusen spielten sich Szenen ab wie sie in den schlimmsten Vorurteilen nicht vorkommen.
( Bootshaken bewaffnete Frauen, frei treibende Boote, abgerissene Leinen ) Nach der Schleuse Herne Ost hatte ich nur noch den Skipper des ersten Bootes
bei mir und es ging weiter in den Dortmund-Ems-Kanal Richtung Münster. Münster ist mein Tagesziel. Auf dem DEK erlebte ich die größte Badeanstalt
des Ruhrgebiets.( bei 30 Grad kein Wunder ) Kurz vor Münster teilte ich dem Motorbootskipper mit das es eine Brücke gibt die laut Kanalbeschreibung nur
3,8 m hoch sei. Antwort " Kein Problem". Nach passieren der Brücke hörte ich recht häßliche Geräusche. der Geräteträger ist weg und das Schiff habe ich
auf der Reise nicht mehr gesehen. Nach Übernachtung in Münster  ging alles ohne nennenswerte Dinge nach Hannover. Nach einer ruhigen Nacht auf dem
Mittellandkanal ging es Richtung Elbe-Seiten-Kanal. Wer den ESK schon mal befahren hat weiß wie langweilig dieser Kanal ist, aber
mir sollte noch etwas bevorstehen. Mein Tagesziel ist das Schiffshebewerk Scharnebeck ( Lüneburg ). In den frühen Abendstunden ist die Schleuse Uelzen
zu passieren.( diese ist mit 23m Fallhöhe die größte Binnenschleuse Deutschlands) Nach bisher 3 heißen Tagen braute sich ein Gewitter zusammen. Die Front war
schwarzgelb und kam schnell näher. Nach Anmeldung über Kanal 18  wollte mich der Schleusenwärter mit einem Tanker ( normal verboten ) noch schnell vor dem
Gewitter schleusen. Der Tanker legte sich nur am Bug fest und lies die Schraube leicht laufen . Bei einer Schleusenlänge von 185 m kein Problem. Aber das Gewitter
war schneller, ein Blitz schlug in die Schleuse ein und diese versagte den Dienst. Ich stand im Freien die Leinen in der Hand und konnte wegen der laufenden Schraube 
nicht loslassen.War ich naß! Es waren die zwei schlimmsten Stunden auf meinem Schiff. Lüneburg wurde nicht erreicht aber die Nacht war angenehm und trocken.
Am nächsten Tag ging es über den Elbe-Lübeck-Trave-Kanal und die Kanaltrave Richtung Lübeck. Dieser Kanal ist ein sehr alter Kanal, landschaftlich sehr
reizvoll und es lohnt sich hier ein paar Tage zu verbringen. Er ist c.a. 60 Km lang und es sind sehr reizvolle Orte anzutreffen ( z.B. Mölln ).Die vorhandenen Schleusen sind
zwar alt aber problemlos zu befahren. Auch auf diesem Kanal ist man nicht allein und ich hatte wieder ein Motorboot bei mir. Es waren sehr nette Leute und nach eigen
Angaben "Anfänger". Sie handhabten ihr Schiff aber sehr gut. Da auf dem ELK aber Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht ( 9 Km/h ) hat man ja Zeit und ich kam
auf dumme Ideen. Ich hatte bemerkt das die junge Dame an Bord Schwierigkeiten hatte den Kurs zu halten ( Z Antrieb langsame Geschwindigkeit ). Also wurde
der Auto-pilot eingeschaltet, die Fernsteuerung versteckt und genau hinterher geeiert.
Nach 15 min viel es der Besatzung des Motorbootes auf und im anschließendem Gespräch an einer Schleuse konnte ich sie von folgendem überzeugen.
" Meine Selbststeueranlage  ist ein ganz neues Modell ,welche sich per Infrarotmessung an das vorausfahrende Fahrzeug anhängt und natürlich alle
Bewegungen mitmacht". Der Skipper zeigte sich beeindruckt. Er fuhr bis Lübeck nur noch selbst . ( Ganz gerade ohne zu eiern )
Hiermit möchte ich mich bei ihm entschuldigen.
Nach der Fahrt durch Lübeck erreichte ich die Teerhofinsel. Hier im Stettiner Yacht Club stelle ich den Mast versorge mich für die bevorstehende Reise und
Schlafe mich erst mal richtig aus . 610 Km in 4 Tagen sind ganz schön viel !
Der Stetiner Yacht Club ist zu empfehlen (Sehr freundlich ,Preiswert , top  Liegeplätze)
 

Wie es weitergeht ? dann weiter lesen.
Aber nur wenn IHR wollt, dann aber mit Segelschiffen , einem Motorboot und
einem
Wasserflugzeug. Ein dicker Fehler meinerseits auch.
 

Von Düsseldorf nach Bornholm ( Einhand )
Teil 2
Travemünde bis Bornholm ( oder wenn einer eine Reise tut )
 

Es ist 6.00 Uhr morgens ,das Wetter ist herrlich, die Natur zeigt sich von der besten Seite und ich schleiche mich aus der Box des Stetiner Yacht Clubs
auf der Terhofinsel.
Kein Motorgeräusch soll die anderen stören. Ich treibe in Richtung  Fahrwasser. Dort angekommen wird gestartet. Es sind 14 Km bis nach Travemünde
und zum freien Wasser. Es kommt langsam Hochstimmung auf. Auf der Untertrave werden noch mal alle Teile des Bootes gescheckt . Ich spreche meinen
Autopiloten ( der elektrische heißt Oskar , die Windanlage Klementine ) gut zu und glaube gut gerüstet zu sein.
Kurz vor Travemünde ,am Plötnitzer Wiek, sehe ich Grosseglermasten mit Mannschaft in den Wanten. Es sind die SEDOW und die MIR welche auf Besuch sind.
Ein herrlicher Anblick. In mir erwacht der Ehrgeiz. Also Segel setzen. Ich setze die Genua 2 und das nagelneue durchgelattete Groß. Mich wundert es
daß das Groß auf anhieb steht ( alles ohne großen Wind ). Aber dazu später! Als ich (stolz wie Oskar) an den Grosseglern vorbei fahre wird es laut. Eine
riesige Segelwand schiebt sich auf mich zu. Kaum habe ich erkannt das es sich um die Pinta auf einem Übungstörn handelt , ist das Schiff verschwunden
( das war Speed)und mir war die Schau gestohlen.) 
Endlich ist es erreicht, das (fast) freie Wasser. Die Lübecker Bucht ist frei von Schiffen aller Art , ein herrlicher Tag. Kurs 350 Grad liegt an
(Richtung Schwarzer Grund ) , der Wind weht mit 5 aus West und die Welle hat knapp 1 m. Was gibt es schöneres? Ich stelle Klementine ein und beschäftige
mich mit dem neuen Groß. Das Segel steht nur mein Schiff kommt nicht richtig zum laufen. Ich muß zugeben nicht das Segel war Schuld sondern ich. Da
durchgelattete Segel immer optisch gut stehen hatte ich meine liebe Mühe mit dem Ding. Als es endlich geschafft war ,stand Kursänderung an. 85 Grad
wurden angelegt. Jetzt hatte ich Wind von Achtern, Klementine abgehängt und Oskar mußte seinen Dienst aufnehmen. 
Für alle die es nicht kennen " Windsteueranlagen mögen Wind von Achtern nicht sonderlich gerne ". 
So vergingen die ersten 2 Stunden . Ich saß im Cockpit und Frühstückte. Auf einmal spielt Oskar verrückt. Er fuhr fast eine Wende. Also weg mit dem
Frühstück ,das Schiff wieder auf Kurs gebracht,  Oskar ermahnt und weiter gegessen. Nach 3 Min. das gleiche Theater. Oskar gescheckt, kein Fehler ,
dann nach einiger Zeit doch mal den Neuen Kartensatz herausgeholt und Nachgesehen. Und siehe da die Lösung war einfach.
 Ein Hochspannungsgleichstromkabel  ( Scheiß Wort ) ist neu verlegt worden.
Missweisung bis 60 Grad sind möglich. Da ich dem Kabel nicht unbedingt folgen wollte, 
Kursänderung nach Darser Ort ( hoffentlich richtig geschrieben ) Laut Handbuch ein reiner Fluchthafen. Ich hoffte auf wenig betrieb. Die
Ansteuerung war kein Problem ,trotz einiger Sände und ein paar fehlender Tonnen.
Als ich in den Hafen kam " OH SCHRECK " lagen dort 14 Yachten zwischen 36 und 40 Fuß , alle Marke Feeling mit gleichfarbiger Persenning ( Kuchenbude ).
Auf jeder Yacht turnten mindestens 6 durchgestylte Personen herum. Ich wußte jetzt schon was mich in der Nacht erwachtet. So war es den auch. In einer Ecke
des Hafens lag ein Stahleigenbau . Also hin und neben ihm festgemacht . Der Eigner ( ein Ossi ) war ein richtige " Salzbuckel" und wir hatten einen
tollen Abend. 
" War ich besoffen ". Zum Hafen kann man nur sagen "Damals unterste Klasse". Ich bin nie wieder hingefahren.
Nächster Morgen um 6 werde ich geweckt weil einige der "Seeleute" in ihrem besoffenen Kopf bei mir übernachten wollten.
Es stellte sich übrigens heraus , diese Leute waren auf einer sogenannten Geschwaderfahrt einer Segelschule auf Rügen. (Seemeilenbestätigung )
Irgendwie paßt wieder das Vorurteil. Also ich bin wach " bloß weg hier ".Es ist dunstig aber durch die Vorfälle und meinen eventuell noch zu DICKEN Kopf
werden bedenken weggewischt. Noch nicht ganz an der Ansteuertonne wird die Suppe dicht, Sicht 30 m. Aber der Kopf ! ( LEICHTSINN LEICHTSINN ).Wir
besitzen ja moderne Technik ( GPS ). Ich habe mir vorgenommen nicht durch die Hauptschiffahrtswege nach Bornholm zu laufen (erste Bedenken kommen
auf )sondern nach Hiddensee. Ziel und Wegpunkte werden eingegeben und ich fahre mangels Wind unter Maschine los. Geschwindigkeit 1-2 Knoten man sieht
und hört nichts.
Mir wird mulmig aber ein zurück ist nicht möglich. Mit Fernsteuerung und Nebelhorn stehe ich auf dem Vorschiff ( Wegen der Motorgeräusche ) und blase mir die
Seele aus dem Hals. Ich hab die Weste an und habe Schiss .Auf einmal ist es soweit im Nebel vor mir eine schwarze Wand. Ich überlege ob ich von Bord springe oder
nicht, aber dann klärt sich die Sache. Es ist nur ein vor mir fahrendes großes Motorboot welches ein Schlauchboot senkrecht festgebunden hat. Ich fahre noch langsamer 
und bin mit einem Schlag stocknüchtern. Nach c.a. einer halben Stunde taucht die Tonne  "GELLEN" direkt vor mit aus dem Nebel auf, ich kann gerade noch ausweichen. 
Welch ein Anfängerfehler , habe ich doch die Tonne als Wegpunkt eingegeben. 
Aber ich erreiche ohne weiteren Zwischenfälle die Ansteuertonne von Hiddensee. Aber drin bin ich noch lange nicht. Die Einfahrt ist eine enge Rinne welche um sehr 
viele Ecken führt ,aber nebenan ist kein Land sondern 1 bis 2 Km untiefes Wasser. Ich traue mich nicht nach Kompaß einzulaufen. Also werden alle Tonnen im GPS eingegeben 
und ich taste mich hinein. Trotz aller Bedenken es klappt nach 2 Stunden bin ich drin.
Der einzige Gedanke " Ausschlafen "
Am nächsten Tag schnalle ich mein rostiges Klapprad von der Reling und erkunde die Insel. Der Ort Kloster oder der Dornbusch einfach nur "Traumhaft"
Ich bleibe 3 Tage und kann nur jedem raten "Fahrt hin es lohnt sich". Leider sind die Häfen in den Ferienzeiten übervoll und die Preise sind happig.
Bei schönem Wetter starte ich Richtung Bornholm. Wind 4-5 aus Süd, Welle gleich null also Spiwetter. Ich fahre den Spi im Bergeschlauch so ist die
Handhabung kein Problem. Und das schönste ich bin allein. Das Schiff läuft gute 7 Knoten, dabei die Stille einfach herrlich.Doch dann ein Motorengeräusch . Ich sehe
mich um und entdecke am Horizont ein Motorboot mit eine riesigen Heckwelle. Aus Erfahrung klariere ich die Kajüte und schnall mein Fahrrad fester. Wie
die Vorurteile es beschreiben weit und breit kein Hindernis, aber er fährt im Abstand von 10 Meter an mir vorbei, grüßt freundlich und entschwindet 
( Wo war noch die Signalpistole? ) 
.Nach einigen Stunden Fange ich an nach der Ansteuertonne von Rönne zu suchen. Nichts aber da ist doch eine große rote und eine große
grüne Tonne, nur der errechnete Kurs paßt nicht. Nachrechnen Nachrechnen Nachrechnen. 
Der Kurs paßt immer noch nicht. Ich verlasse mich auf meine Berechnung und siehe da der Hafen kommt in Sicht. Die großen "Tonnen" habe ich auch noch gefunden , 
zwei Lagerhäuser im Fährhafen. Rönne ist auf jeden Fall 2 oder 3 Tage wert. Der Hafen ist gut nur in der Regel voll.
Weiter geht es nach Hammerhuis ein Katzensprung. Der Hafen ist einfach , sehr sauber und der Hafenmeister ist große Klasse.Ich lag an der Mauer und
hatte noch ein H Boot auf der Seite liegen. Mit der Besatzung des H Bootes war ich auf Landgang . Als wir nach 4 Std.. zurück kommen trauten wir unseren Augen
nicht. Auf dem H Boot lag eine 40 Fuß Feeling mit vorn beschriebener Kuchenbude .
Es war keiner an Bord und eigene Fender kannte der Skipper wohl auch nicht.Es wurde 10 Uhr 11 Uhr und nichts passierte. um c.a. 0 Uhr kletterten 8
Gestalten über mein Schiff und wollten auf ihrs. Ich war noch verdammt ruhig ,welches normalerweise bei mir in solchen Situationen nicht der Fall ist. Wie war das
mit den Vorurteilen ? Sie fuhren Gott sei dank am nächsten Morgen weiter ( Sie brauchten noch Seemeilen ). An diesem Tag sollte mir aber noch der Höhepunkt
bevorstehen.
Um 9 Uhr hörten wir im Hafen Motorengeräusche. Aber kein Motorboot kam sondern ein Wasserflugzeug landete und fuhr ohne zögern in den Hafen. Ein Pärchen
stieg aus und fuhr mit einem Taxi weg. Nachmittags hatte der Wind etwas aufgefrischt, die Wellen hatten wohl so 2m Höhe. Das Taxi kam und unser Pärchen wollt
wieder weg. Irgendwie schien der Pilot doch bedenken zu haben. er fuhr mehrfach durch den Hafen und konnte sich nicht entscheiden. Irgendwann kam dann wohl Zeitdruck
dazu und er probierte einen Startversuch. Er brach ab und es verging noch eine Stunde. Die Hafenmohle füllte sich mit Schaulustigen und der Pilot kam
weiter unter Druck.Er probierte es noch einmal . Das Flugzeug hob ab aber eine Welle erfaßte den Steuerbordschwimmer. Es machte Platsch und die Hafeneinfahrt
war führ 3 Tage dicht. Es war keinem etwas ernsthaftes passiert, sogar das Flugzeug konnte geborgen werden. Wir hatten 3 wunderschöne ruhige Tage
 
So jetzt aber Schluß oder ?
 
Und last euch nicht von Vorurteilen lenken
 

Teil 3
Über Christansoe und Nordschweden zur Schlei
 
Ich liege nun schon 5 Tage in Hammerhuis.Die Burg und die Höhlen habe ich besucht und irgendwie kribbelt es wieder. Also Aufbruch. Es geht um die Nordspitze 
von Bornholm Richtung Christiansoe. Laut Beschreibung und Reiseberichten muß es ein Naturparadies sein. Die Reise dahin verläuft ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Ich laufe den einzigen Hafen an und erfahre das die Inseln gesperrt sind. (Naturschutz ).Nach einem langen Gespräch mit dem Hafenmeister habe ich aber
Verständnis. Also weg und auf nach Schweden. Erster Anlaufpunkt ist Kaaseberga  Der Wind frischt auf und es wird etwas härter . Mein Kurs ist 340 Grad , der
Wind kommt aus Nord mit 6-7 . Die See wird höher und ich muß das erste Reff einbinden. Ich erlebe 6 harte und nasse Stunden. Kurz vor dem Ziel sehe ich
die erste schwedische Tonne, habe ich gelacht . Die Ansteuertonne  hatte einen Durchmesser von 20 cm. Der Wind blies weiter also rein in den Hafen. Im
Hafen war anlegen vor Bug oder Heckanker angesagt. Mein Anker hat 18 Kg bei einem Kettenvorlauf von  30 Metern. Also raus mit dem Ding und rückwärts an den
Steg. An der Mole festgemacht  und den Anker verholt. Ich ziehe und ziehe und habe meinen Anker in der Hand. Also das gleiche noch mal. Aber an ein
halten ist nicht zu denken. Was tun ? Die Rettung naht in der Person eine Hamburger Motorbootfahrer , er bietet mir seine Muring mit an und der Platz ist
gerettet. ( Nicht alle entsprechenden Vorurteilen ). Am Hafen befindet sich eine Steinsetzung  ( AALES STEENA ).
Ein Besuch ist lohnend. Der Rest des Hafens? na ja. Zwei  Fischräuchereien ( Gestank ) und mindestens 10 Besucherbusse  am Tag ( Steinsetzung ).
Also weiter mit 2 Ankerbuchten Richtung Ystad. Ich treffe einen Holländer mit dem gleichen Schiff wie meines. ( es wurden nur 30 Exemplare
gebaut )Aber verdammt der Kerl segelt wie der Teufel. Es wird getrimmt und gemacht aber ich sehe keine Schnitte ( bin ich zu blöd ? ) . Am Abend wird das Gespräch
gesucht. Außer einem doppeltem Vorstag bei mir kein Unterschied. Heute weis ich daß das der Grund ist ( Vorliekspannung ). Einlaufen in Ystad und wen
sehe ich ?
Meinen "Ossi" aus Darsser Ort . Also Liegeplatz ist klar und der Abend ist gelaufen ( Nächster Tag 12 Uhr aufstehen ). Zum Hafen . Spitzenqualität,
sauber usw..Die Stadt ist eine Reise wert . Es gibt übrigens auch einen Eisenbahnverein mit einem großem Dampflokpark.
 Mit meinem neuen Bekannten " Ossi " geht es  nach Klintholm. Das Wetter ist wieder in Topform. Klintholm ist ein Hafen
welcher von vielen Seglern als Ausgangshafen nach Schweden benutzt wird. Mir war klar das es nicht gerade leer sein wird. Aber So Voll ? " Alle Boxen voll und
dazwischen achter Päckchen. Kein Ort für mich. Dazu noch diese Preise ( 30 Fuß 62 DM )
Ich fahre nie wieder hin . Am nächsten Tag laufen wir aus Ich Richtung Gedser ,mein neuer Freund nach Rügen ( Wir haben uns seitdem mehrfach getroffen ).
Gedser eine Stadt wie man sich eine Fährstadt vorstellt. der Hafen ist gut und sehr Kinderfreundlich. Ich mache 2 Tage Pause und laß es mir gutgehen.
Ich laufe aus an Fehmarn vorbei Richtung Schlei. Mein Tagesziel ist Bagenkopp. Aber der Wind dreht und frischt auf . Ich fahre direkt zur Schlei
. Ich muß Reffen und es wird Naß. Das Spiel wiederholt sich an dem Tag 5 mal aber ich habe keine Langeweile und schaffe es zur  Schlei  in 14 Stunden ( Traumzeit )
Unterwegs sichte ich ein Surfbrett welches aber verlassen ist. Meldung an die Küstenwache. Der Besitzer ist geborgen und ich nehme das Brett mit bis zur "Giftbude"
 in Schleimünde. Jetzt habe ich noch drei Tage Urlaub und muß daran denken nach Hause zu kommen. Es geht noch nach Schleswig wo ich im Stadthafen festmache
Nach der Besichtigung von Haitabu ( Wikingermuseum ) fahre ich mit der Bundesbahn nach Hause. Mein Schiff habe ich 4 Wochen später mit einem
Freund nach Hause geholt.
 

So jetzt ist Schluß
Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt.
Ich bin kein Schriftsteller und verzeiht mir bitte Stil und Tippfehler
 

Und geht Segel ( nicht nur im Web )
 

Heinz Kratz
 Startseite priv. Geschäftsseite
Copyright © 2001 Heinz Kratz. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 29. März 2005